Eine aktuelle US-amerikanische Untersuchung bestätigt: Das beste Mittel gegen Zahnschmerzen sind NSAID in Kombination mit Paracetamol. Der großzügige Umgang mit Opioiden bei nicht tumorbedingten Schmerzen in den USA steht damit erneut in der Kritik.

Opioide werden seit den 1980er-Jahren bei Tumorpatienten eingesetzt, um ihnen ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen. Der nächste Schritt war der Einsatz bei chronischen Schmerzpatienten, in den USA begann Opioid zu florieren, wie SWR berichtet. Schließlich hielt der Wirkstoff auch in der Zahnmedizin Einzug. Im Vergleich zu den USA spielen Opioide in Deutschland und weiten Teilen Europas bei der Schmerztherapie – zumindest gegen Zahnschmerzen – kaum eine Rolle, zu Recht, wie eine im Journal of the American Dental Association veröffentlichte Studie nun belegt.

Es handelt sich hierbei um eine Metaanalyse der School of Dental Medicine an der Case Western Reserve University, in der 460 Studien unter die Lupe genommen wurden. Die Untersuchung zeigt, dass NSAID (nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen) sowie Paracetamol als Mittel gegen Zahnschmerzen am effektivsten sind. Eine optimale Wirksamkeit erreichte bei Erwachsenen die Kombination aus 400 Milligramm Ibuprofen und 1.000 Milligramm Paracetamol.

 

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Quelle: zwp-online.de

Die nicht sachgerechte Verschreibung von Antibiotika und das Auftreten antibiotikaresistenter Bakterienstämme ist ein globales Problem, das auch für die oralen Mikrobiota und den Einsatz von Antibiotika bei der Behandlung oraler und dentaler Infektionen große Bedeutung hat.
Ziele des Beitrags von Juan José Segura-Egea et al. aus der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Endodontie“ waren eine Übersicht der aktuellen Literatur zu den Indikationen und der Anwendung von Antibiotika sowie die Formulierung von Empfehlungen für ihre Verschreibung bei der endodontischen Behandlung. Der komplette Beitrag zum vorliegenden Abstract findet sich in der Endodontie (2018), Nr. 2:123-138 (Originalbeitrag: Segura-Egea JJ et al. Antibiotics in Endodontics: a review. Int Endod J 2017;50:1169–1184. Abdruck und Übersetzung mit freundlicher Genehmigung des Wiley-Blackwell-Verlags).

Endodontische Infektionen sind wie alle odontogenen Infektionen polymikrobieller Natur und in den meisten Fällen erfolgt die Verschreibung von Antibiotika empirisch. Dies hat zu einem zunehmenden Einsatz von Breitspektrumantibiotika geführt – auch in Fällen, in denen Antibiotika nicht indiziert sind, beispielsweise bei symptomatischer irreversibler Pulpitis, Pulpanekrose oder lokalisiertem akutem apikalem Abszess. Das Primärziel der Therapie bei begrenzten lokalen Schwellungen ist jedoch die Drainage ohne zusätzliche Anwendung von Antibiotika. Eine adjuvante Antibiotikatherapie kann notwendig werden, um eine Ausbreitung der Infektion zu verhindern, und ist bei akuten apikalen Abszessen mit systemischer Beteiligung sowie bei progressiven und persistenten Infektionen indiziert. Patienten mit reduzierter Allgemeingesundheit sind für Komplikationen infolge odontogener Infektionen anfälliger, weshalb bei ihrer Behandlung Antibiotika eine speziellere Bedeutung zukommt.

 

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Quelle: quintessenz-news.de

Offiziell wurde auf der derzeit laufenden EuroPerio9 in Amsterdam die neue Parodontitis-Klassifikation präsentiert. Diese Aktualisierung ist Basis einer international standardisierten Diagnostik und Therapie. Federführend beteiligt an den Passagen zur Periimplantitis war DGI-Präsident Prof. Frank Schwarz.

Diese neue und umfassende Einordnung parodontaler und periimplantärer Erkrankungen wurde entwickelt aus aktuellen Studiendaten. Mit dieser Klassifikation wird ein stufen-basiertes System zur Abgrenzung von Schweregrad und Ausmaß der Parodontitis angeboten. Hierbei wird auch der allgemeinmedizinische Gesamtzustand der Patienten berücksichtigt. Parallel zur Präsentation auf dem EuroPerio-Kongress 2018 wurde die komplette Arbeit auch in den Journalen beider Fachgesellschaften, dem Journal of Clinical Periodontology der European Federation of Periodontology (EFP) und dem Journal of Periodontology der American Academy of Periodontology (AAP), veröffentlicht.

„Diese Arbeit war eine große Herausforderung, aber das Ergebnis ist von zentraler Bedeutung. Durch die Klassifikation können wir sicherstellen, dass eine internationale Sprache für die klinische Behandlung, Forschung und Ausbildung etabliert wird und somit die Klassifikation von 1999 angepasst wird. Hier mussten wir einfach der enormen Entwicklung der wissenschaftlichen Erkenntnisse der vergangenen 20 Jahre Rechnung tragen“, sagte Prof. Dr. Iain Chapple, Generalsekretär der EFP und Co-Chair der Gruppe 1 des Workshops.

 

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Quelle: dentalmagazin.de

Seit Jahren war abzusehen, dass das als „Heuschrecken“ apostrophierte Konglomerat aus Kapitalgesellschaften, Finanzinvestoren und Private-Equity-Firmen, die auf der Suche nach lukrativen Investments in diversen Branchen Ausschau halten, irgendwann auch das Gesundheitsweisen für sich entdecken.

Nicht aus Nächstenliebe, sondern wegen der wie in kaum einer anderen Branche zu erwartenden hohen Renditen. Hinzu kommt, dass das „Dentalbusiness“, so berichtete bereits vergangenen Sommer die „Handelszeitung“, ein relativ konjunkturunabhänger Markt ist – ideal also für ein langfristiges strategisches Engagement.

Zurzeit liefern sich verschiedene Investoren ein Rennen um den Titel „größte Zahnarztkette Europas“. Auf den vorderen Plätzen die britische Gruppe Carlyle mit der Kette „My Dentist“ und rund 450 Standorten in Großbritannien und der in staatlicher Hand befindliche Anbieter Oasis mit immerhin noch 300 Standorten. Dann die niederländische DentConnect-Gruppe mit 220 Praxen. Aber auch die in Zürich beheimatete „Colosseum Dental Group“, der „zahnmedizinische Ableger“ der Jacobs Holding, spielt jetzt mit hohem Einsatz mit.

Bereits im vergangenen Jahr ging Colosseum auf große Einkauftour und übernahm kleinere Anbieter in der Schweiz, in England, Italien, Finnland, Norwegen, Schweden und Dänemark. Damit verfügt der Investor in insgesamt sieben Ländern Europas bereits heute über stattliche 230 Kliniken mit bereits jetzt 1.000 Zahnärzten. Was bislang im Portfolio fehlte: Standorte in Deutschland. Aber das, so das Magazin „Der Spiegel“, ändert sich gerade. Man sei in Deutschland zurzeit „mit vielen Zahnärzten im Gespräch“, zitiert der „Spiegel“ eine Sprecherin der Colosseum Dental Deutschland.

 

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Quelle: dzw.de

Clemens Walter, from the University of Basel in Switzerland, and colleagues examined the correlation between oral piercings and periodontal health or inflammation in 18 patients with a tongue and/or lip piercing. The researchers found that for the 14 patients with a tongue piercing, compared with teeth not affected by the piercing, the percentages of sites with bleeding on probing, attachment loss ≥6 mm, probing depths ≥6 mm, and gingival recessions were more often increased in teeth with close proximity to the piercings.

Bernard Loir, from the Parorthod-LN in Brussels, Belgium, presented two cases of female patients, aged 27 and 32 years, with local periodontal disease and deep lingual infrabony lesions associated with tongue piercing. By careful periodontal examination and cone beam computed tomography, deep pocket, canyon shaped infrabony defects were identified on the lingual side of the lower incisor. Treatment included a proposal for piercing removal, changing bad habits such as smoking, and periodontal surgery to treat the deep pockets and infrabony lesion.

 

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Source: medicalxpress.com

A plaster which sticks to the inside of your mouth is revolutionising the treatment of painful recurring ulcers.

Scientists from the University of Sheffield's School of Clinical Dentistry, working in close collaboration with Dermtreat A/S from Copenhagen, have developed a unique patch using special polymers which are able to stick to moist surfaces.

The patch successfully administers steroids directly to oral ulcers or lesions whilst also creating a protective barrier around the affected area, accelerating the healing process.

The novel plaster is a breakthrough therapy for the treatment of mucosal conditions such as oral lichen planus (OLP) and recurrent aphthous stomatitis (RAS), which are diseases that cause painful lesions and affect 1-2 per cent of the population.

Until now, ulcers and lesions inside the mouth have been treated using either creams or mouthwashes, which are used in the whole mouth rather than targeting the specific area, making them less effective. However, the biodegradable Rivelin® patch, has a long adhesion time and a high flexibility which conforms to the surface inside the mouth.

Dr Craig Murdoch, Reader in Oral Bioscience School of Clinical Dentistry and lead author of the research, said: "Chronic inflammatory conditions such as OLP and RAS, which cause erosive and painful oral lesions, have a considerable impact on quality of life.

 

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Source: sciencedaily.com

Konyaalti/Antalya – Die Exposition gegenüber leistungsstarken MRT-Geräten kann toxisches Quecksilber aus Amalgamfüllungen in Zähnen freisetzen. Bei der weniger starken MRT-Geräten mit nur 1,5-Tesla (T), die weit häufiger verwendetet werden, konnten die Forscher von der Akdeniz University und der Kirikkale University in der Türkei den Effekt nicht beobachten. Ihre Ergebnisse publizierten sie in Radiology (2018; doi: 10.1148/radiol.2018172597). In Europa wird die Verwendung von Quecksilber in der Industrie und Medizin ab Juli 2018 stark eingeschränkt.

Bereits frühere Forschungen haben Hinweise gegeben, dass MRT-Magnetfelder Quecksilber aus Amalgamfüllungen lösen könnten. Der Einsatz leistungsstarker 7-T-Scanner hat diese Sorge noch verstärkt. Daher untersuchten die Forscher 60 kariesfreie Zähne, die Patienten zuvor aufgrund anderer klinischer Befunde gezogen worden waren. In die Testzähne füllten sie dann Amalgam in je 2 Hohlräume und platzierten sie in künstlichem Speichel. Die eine Hälfte wurde unmittelbar 20 Minuten MRT-Magnetfeld mit 1,5 oder 7,0 T ausgesetzt. Eine Kontrollgruppe von Zähnen wurde nur in künstlichen Speichel platziert ohne MRT-Exposition.

Als die Forscher den künstlichen Speichel analysierten, lag der Quecksilbergehalt in der 7-T-Gruppe ungefähr viermal so hoch wie in der 1,5-T- und der Kontrollgruppe (0,67 ± 0,18 versus 0,17 ± 0,06 versus 0,14 ± 0,15 Teile pro Million, ppm).

 

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Quelle: aerzteblatt.de

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